Ein Tag in Belfast

In Dublin war ich ich schon ziemlich oft, aber bis nach Belfast hatte ich es noch nie geschafft. Direktflüge nach Belfast gibt es aus Deutschland nicht und ebensowenig gibt es einen deutschsprachigen Reiseführer zur Vorbereitung. Bei Junggesell(inn)enabschieden aus UK soll die Hauptstadt Nordirlands ein beliebtes Ziel sein, aber Belfast ist im Vergleich zu Dublin noch kein Ziel des europäischen Wochenendtoursimuses.

Nachdem der Vorabend in Dublin lang war, waren wir morgens ein wenig zu spät dran, um den Zug nach Belfast zu erwischen. Zum Glück liegt der Busbahnhof auf dem Weg zur Connolly Station und für den halben Preis einer Bahnfahrkarte fuhren wir kurzerhand mit dem Bus nach Belfast. Dort hatten wir einen Platz in der ersten Reihe auf dem Oberdeck und waren insgesamt auch nur 45 Minuten später in Belfast als mit der geplanten Bahnverbindung.

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Gefühlt waren an dem Freitag vor allem Einheimische in der Stadt unterwegs und obwohl es Tourismusprogramme seitens der Stadt gibt, fühlte es sich an wie touristisches Neuland. An zentralen Punkten in der Innenstadt tummelten sich keine Horden von Touristen und gerade beim Fotografieren hat das den Vorteil, dass man nicht lange auf eine „freies Schussfeld“ warten muss.

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Am Nachmittag ging es zu Fuß zur Titanic Experience und dort waren dann doch einige ausländische Touristen unterwegs. Auch wenn in dem Museum kein Originalteil von der Titanic zu finden ist, ist das die Ausstellung doch gelungen und so stelle ich mir das Museum 2.0 mit vielen interaktiven Elementen vor. Ein Besuch lohnt sich auch schon für die Architektur des Gebäudes. Ein wenig enttäuschend war der Shipyard Ride innerhalb des Gebäudes. Die Idee, mit einer Gondelbahn innerhalb eines Gebäudes herumzufahren, ist zwar großartig, aber leider konnte ich die Fahrt nicht sonderlich genießen, da der Ton zu laut war und es ständig Überlagerungen mit dem Ton der nachfolgenden Kabine gab.

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Bei dem ersten Gang durch die Stadt war mir der Victoria Square nicht aufgefallen. Erst während des Fußwegs zur Titanic Experience auf der anderen Seite des Lagans fiel die Kuppel des Gebäudes ins Auge. Deshalb ließen wir uns nach dem Museum mit dem Taxi direkt dorthin fahren und nachdem es am Vormittag noch bewölkt war, präsentierte sich Belfast nun unter strahlend blauen Himmel beim Besuch der Aussichtsplattform im Victoria Square. Wenn die Architektur stimmt, dann kann wie MyZeil in Frankfurt auch ein schnödes Einkaufszentrum ein Anziehungspunkt sein.

Ich kann auch empfehlen in der obersten Etage auf die Toilette zu gehen. Die sanitären Einrichtungen befinden sich am Ende eines recht langen Ganges und dort sind an der Wand großformatige Fotos vom Bau des Blocks.

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Für mehr war leider an dem Tag in Belfast keine Zeit mehr, denn wir mussten wegen einer Verabredung den Zug zurück nach Dublin nehmen. Deshalb muss ich auf jeden Fall noch einmal dorthin und dann auch die Tour machen, um die berühmten Wandgemälde zu besichtigen.

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