Erster Testlauf mit der Canon G7x

Auf der Suche nach einer neuen gehobenen Immer-dabei-Kamera bin ich endlich fündig geworden. Als ich den Ankündigung von der Sony RX-100 III gelesen hatte, hatte mich diese 1″ Kamera schon in den Fingern gejuckt. Allerdings war mir der Preis mit rund tausend Euro bei Markteinführung deutlich zu hoch. Als Pendant hat Canon nun mit der G7x nachgezogen und von den technischen Details her sind die Kameras sehr ähnlich. Besonders interessant bei beiden Modellen fand ich die Lichtstärke mit 1:1.8-2.8.

Für die Sony spricht der digitale Sucher. Allerdings hatte ich bei viel Licht letztes Jahr mit der Fuji X-20 fotografiert und diese hat ebenfalls einen Sucher. Auf dem Display war nichts zu erkennen und so ein kleiner Sucher half zwar weiter, aber gegenüber einer DSLR war das alles Murks.

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Die Sony ist mittlerweile im Preis gesunken und liegt ungefähr 200 Euro über der Canon. Ausschlaggebend für den Canon waren dann folgende Features, auch wenn in Testberichten die Bedienung und der Wählring um das Objektiv bemängelt wurden:

  • Touch Auto-Focus
  • Geringfügig größerer Zoombereich
  • Laut Testberichten die bessere Videoqualität
  • Stabileres Klappdisplay

Für den ersten Test habe ich mir das Manfrotto COMPACT Light geschnappt und habe einen Abschnitt des Mühlenwanderweges in Frankfurt besucht. Entlang des Urselbachs lag mein Fokus auf fließendem Gewässer und dazu habe ich den eingebauten ND-Filter eingeschaltet, ISO so klein wie möglich gewählt und die Blende mit 11 so weit geschlossen wie nur möglich.

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Hier hätte ich mir eine noch kleinere Blende gewünscht, um eine noch längere Belichtungszeit einstellen zu können. Dennoch bin ich mit dem Ergebnis zufrieden, da ich schließlich mit extrem wenig Gewicht (1.110g – Kamera und Stativ zusammen) unterwegs war (zum Vergleich: die Canon 70D mit dem 18-200 Kit-Ojektiv kommt schon auf 1.446g und wenn dann noch ein Stativ hinzukommt werden es mit dem Pixi 1.670g und dem COMPACT light gleich 2.258g).

Das geringe Gewicht der verwendete Kombination hat den Vorteil, dass ich auch für Schnappschüsse zwischendrin nicht das Stativ abnehmen musste und der Arm beim Fotografieren nicht permanent merklich nach unten gezogen wird. So wie beim dem Foto von den Maulwurfhügeln – ich kann also den Bericht aus der Lokalpresse bestätigen, dass Maulwürfe in Frankfurt gerade sehr aktiv sind.

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Weitere Funktionen, die ich noch testen werde:

  • Nachtaufnahmen
  • Videos
  • Timelapse-Aufnahmen
  • Kreativprogramme: Tilt-Shift, Spielzeugkamera, …
  • Selfies
  • Konzertfotografie

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Zum Abschluss der Testrunde habe ich noch U-Bahnen durchs Bild fahren lassen. Um nicht zu verwackeln, hatte ich den Selbstauslöser auf 2 Sekunden eingestellt und musste dann ein wenig herumprobieren, damit die Aufnahme einigermaßen auf den Punkt losging.

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Bis jetzt bin ich mit der Kamera sehr zufrieden und finde die Bedienung auch nicht so umständlich wie nach den Testberichten befürchtet. Vielleicht bin ich aber auch schon zu lange mit Canon unterwegs, so dass ich deren Produkte einfach intuitiv bedienen kann.

Einen Haken gibt es bei der Kamera allerdings. Der Akku soll nur für ca. 200 Auslösungen halten und wie lange er bei Videos/Timelapse hält, weiß ich noch nicht. Deshalb wollte ich mir zur Sicherheit einen Zweitakku zulegen, aber dieser ist aktuell für 65-80 EUR erhältlich und Nachbauten gibt es noch nicht. Deshalb werde ich den Preis und die Alternativen weiter beobachten und die Kamera bis dahin vor allem auf kürzere Ausflüge mitnehmen bzw. als Ergänzung zur DSLR (in manchen Museen habe ich schon erlebt, dass eine DSLR verboten ist, aber Kompaktkameras erlaubt sind).

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