Street Photography in Frankfurt – Teil 1

Wie aus dem Blogtitel hervorgeht, komme ich aus Frankfurt. Von daher liegt es nahe, dass ich auch in Frankfurt fotografieren gehe. Von der Rechtslage her, ist Street Photography in Deutschland leider ein Problem. Ich mag die Street Photography und schaue mir gerne solche Bilder an.In dem Bericht über Barcelona hatte ich darüber bereits geschrieben, dass ich mich damit noch etwas schwer tue. Also habe ich geübt und Zeit in der Innenstadt und am Main vertrödelt.

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Dennoch macht es mir Spaß, durch die Stadt zu gehen und zu fotografieren. In der Disziplin bin ich nach wie vor sehr zurückhaltend, aber trotzdem denke ich, dass ich von dem Streifzug durch die Stadt heute ganz interessante Fotos mitgebracht habe.

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In Richtung Main wollte ich eigentlich das Pärchen auf der Bank im Gegenlicht mit den Kirschblüten fotografieren, aber dann wurde Szenerie mit den Radfahrern einfach lebhafter. Die Reaktion von den drei jungen Frauen in der Mitte war von Lächern bis zum Gesicht verbergen. Angesprochen wurde ich nicht.

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Ins Fotografie-Forum Frankfurt bin ich nicht gegangen, aber das Motiv davor war schon gut genug:
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Später auf der Zeil wollte ich die Intitiative einfangen, die an die Zwangsarbeiter im Konzentrationslager Adlerwerke erinntert und dort 1200 Stoffbinden an Bäumen in der Innenstadt und anderen Stadtteilen angebracht wurden. Natürlich war es purer Zufall, dass in mein Bild der Mann mit dem roten „Good Life“-Sweater gelaufen ist. Besser lässt sich der Gegensatz kaum ausdrücken:

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Ich weiß nicht, was der ältere Herr verkaufen will, aber mit Schiebermütze, Krawatte und rollendem Verkaufsstand fiel er einfach ins Auge:

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Ein neues Phänomen in Frankurt sind die bettelnden Enten, die wohl zur osteuropäischen Bettelmafia gehören. Am Sonntag habe ich gesehen, wie sie von der Polizei bei der Dippemess am Ratsweg kontrolliert wurden. In der Zeitung habe ich gelesen, dass diese putzigen Entlein wohl recht aggresiv werden, wenn sie nach einem gemeinsamen Foto, kein Geld bekommen. Somit hatte der Herr wohl zu Recht keinen Respekt als er am Berzel gezogen hat:

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Hipster trifft Unikum? Das sind tolle Gegensätze:
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Gegensätze prägen Frankfurt und dies wird nirgends deutlicher als im Bahnhofsviertel: Banker, Junkies, junge Familien, Hipster auf engstem Raum und es funktioniert irgendwie. Aber auch an der Hauptwache liegen ein Filet-Steak und Armut nur ein Stockwerk weit auseinander:
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Ich werde auf jeden Fall üben, um noch bessere und authentischere Straßenaufnahmen zu machen. Obwohl ich mit der Spiegelreflexkamera durch die Stadt gelaufen bin und sie regelmäßig im Anschlag hatte, hat niemand etwas gesagt. Das Maximum heute war der eine oder andere skeptische Blick, aber da genügend Touristen tagsüber in Frankfurt unterwegs sind, hat es im Grunde niemanden interessiert.

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Wie der Beitragstitel schon sagt, war dies Teil 1 und sofern es die Zeit erlaubt, möchte ich daraus eine Serie machen und noch öfters mit der Kamera durch die Frankfurter Innenstadt ziehen. Ich bin selbst drauf gespannt, ob und wie sich mit der Zeit meine Bilder verändern werden.

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