Sasbachwalden – Schwarzwaldidylle in Perfektion

Bei unserem Wohnmobil-Trip haben wir hinter der Winzer-EG Alde Gott in Sasbachwalden übernachtet, da es dort einen Wohnmobilstellplatz für 28 Fahrzeuge und Stromanschluss gibt, von denen über die Hälfte der Plätze belegt war.

Von der Schwarzwaldhochstraße kommend bietet sich von den höher gelegenen Stadtteilen Sasbachwaldens ein wunderschöner Blick auf den Ort an sich mit den Weinbergen und im Hintergrund die Rheinebene. Postkartenmotiv. Trotz strahlend blauem Himmel hat es für die Fernsicht bis auf die Vogesen leider nicht ganz gereicht.

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Im Ort selbst erwartet einen dann genau das Schwarzwaldidyll mit dem genau dem, was man Schwarzwald erwartet. Die Hotels, Restaurants und Cafes in den Fachwerkhäusern säumen die Hauptstraße und alle Gebäude sind liebevoll mit Blumen dekoriert.

Trotz der zahlreichen Restaurants, war es gar nicht so einfach, etwas zu finden. Beim ersten Restaurant war die Speisekarte sehr ansprechend, aber leider „Dienstag Ruhetag“. Die Wirtin hat uns aber ein anderes Restaurant empfohlen. Dort angekommen war „Geschlossenen Gesellschaft“ und wir wurden von dem Wirt dort dann schließlich zur Talmühle geschickt.

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Das Gebäude war ein nicht sonderlich ansprechender 50er Jahre Bau, aber im Bereich des Gartenrestaurants wurde man in eine andere Epoche katapultiert. Das Areal war recht weitläufig und jeder der runden Tische stand auf einer runden Waschbetonplatte. Passend zum Ambiente, das jedem Heimatfilm der 50er und 60er Jahre entsprungen sein könnte, passten auch die weißen Plastikstühle. Zudem standen die Tische alle recht weit auseinander, so dass man auf seiner „Insel“ für sich war und von dem Geschwätz der Nachbarn nichts mitbekam.

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Die Speisekarte scheint täglich zu wechseln und neben einem Menü gab es noch sieben Hauptgerichte zur Auswahl. Entsprechend war es ein gehobenes Preisniveau, aber vom Gruß der Küche über den Hauptgang und das Dessert war alles sehr lecker, liebevoll angerichtet und natürlich frisch (z.B. selbstmachte Spätzle) mit frischen Zutaten zubereitet.

Nach dem Essen führte der Verdauungsspaziergang entlang des Naturlehrpfades entlang des Sasbachs wieder hinab bis zum Stellplatz an der Alde Gott. Oberhalb der Talmühle war die Wiese für den Hochseilgarten bereits gemäht, aber der Garten an sich war noch nicht aufgebaut.

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An der Hauptstraße dort liegt auch ein Schnapsbrunnen. Darin werden lokale Schnäpse mit Quellwasser gekühlt und nebendran entrichtet man dort an einem „Kassenautomaten“ seinen Kostenbeitrag. Rund um Sasbachwalden gibt es elf weitere solcher Brunnen.

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Die Fachwerkhäuser im Ort sind alle mit sehr viel Liebe zum Details vor allem mit Blumen und historischem Arbeitsgerät dekoriert. Selbst die Bushaltestellen sind nicht die typischen Glas- und Metallkonstruktionen wie in der Großstadt sondern kleine Fachwerkhütten. „Ist das schön“ ging mir ständig durch den Kopf. Natürlich ist so viel Idyll auch etwas kitschig und jeder Heile-Welt-Film könnte dort gedreht werden. Was soll’s. Es ist ein sehr gastfreundliches Dorf (abgesehen von der einen Bäckereifachverkäuferin morgens um 6:04 Uhr) und kein Freilichtmuseum oder künstliche Filmkulisse.

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Mit den Panoramawegen durch die Weinberge um Sasbachwalden herum und den Gaishöll-Wasserfällen oberhalb des Dorfes, gibt es noch einiges Unentdecktes und der Aufenthalt dort viel zu kurz. Ich wette, dass sich auch in den anderen Restaurants dort vorzüglich speisen lässt.

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