Kroatien 2018 – Tag 2

Der zweite Tag in Zagreb stand im Fokus der Unterstadt. Alle Gebäude und Plätze einzeln aufzuzählen wäre etwas zu viel, denn die gesamte Unterstadt ist geprägt von Prachtbauten. Von daher konzentrierte ich mich bei der Schilderung auf die Highlights.

Der Bahnhof verspricht von außen mehr als er innen hergibt. Auch hätte ich nicht erwartet, dass sich hinter einem so großen Bahnhofsgebäude nur sechs Gleise verbergen. Direkt neben dem Bahnhof befindet sich unter dem Importane Center-Park ein unterirdisches Einkaufszentrum. Ob meine Theorie zutrifft, weiß ich nicht, aber sie lautet: weil viele der Prachtbauten in der Innenstadt unter Denkmalschutz stehen war es einfacher, das Einkaufszentrum unter den Park zu bauen als eines der bestehende Gebäude denkmalschutzgerecht in ein Einkaufszentrum umzuwandeln.

Der botanische Garten war noch in der Winterpause und sollte erst zum 1.4. öffnen. Durch den langen Winter, war allerdings von außen noch keine Frühlingsvegetation zu sehen, sodass es nicht schlimm war, dass er Park noch geschlossen war.

Beeindruckend war der Platz der Republik Kroatien mit dem Nationaltheater und dem Museum für Kunst und Handwerk, einem modernen Gebäude, das mit seiner runden, bunten Dachverkleidung deutlich aus der Masse der übrigen Gebäude heraussticht.

Eigentlich wollte ich noch im Oktagon-Einkaufszentrum fotografieren, aber das war gerade eine große Baustelle. Dafür habe ich auf dem Weg dorthin das Cvjetni Center entdeckt und in diesem Einkaufszentrum ließ sich gut fotografieren und die Security hat zum Glück keinen Ton gesagt.

Mit der Straßenbahn ging es etwas weiter in Richtung Osten, zum Haus der bildenden Kunst Kroatiens, in dem eine Ausstellung über Nikola Tesla stattfand. Laut Programm sollte sie bereits vorüber sein, wurde allerdings stillschweigend verlängert. Die Ausstellung war technisch auf der Höhe der Zeit mit Projektionen in manchen Räumen sowohl an den Wänden als auch auf dem Fußboden. Ein Beispiel dafür, dass neben dem reinen Inhalt in Zukunft das Gesamterlebnis bei solchen Ausstellungen immer wichtiger sein wird.

Mit diesen Programmpunkten war mehr oder weniger schon der halbe Tag in Zagreb vorbei. Auf dem Weg ins Hotel wurde noch einmal bei Pingvin für einen Snack gestoppt. Nachdem das Gepäck im Hotel abgeholt war, ging es wieder vom zentralen Busbahnhof mit dem Airport-Shuttlebus zum Flughafen, um den Mietwagen abzuholen. Ich weiß nicht, was genau am Karfreitag um 14 Uhr los war, aber die ganze Stadt war ein einziger Stau. Von daher hat die Fahrt zum Flughafen statt einer halben eine ganze Stunde gedauert. Zum Glück musste ich keinen Flug erwischen. Sonst wäre ich im Bus vermutlich unruhig geworden.

Die Abholung des Mietwagens war kein Problem. Sixt ist umgezogen und im Vergleich zu 2017 stehen jetzt mehr Schalter zur Verfügung und es gibt nicht mehr diese elend langen Warteschlangen. Im Auto habe ich mein mitgebrachtes Navi angebracht und aus den letzten gespeicherten Zielen eines ausgewählt, das in unserer geplanten Fahrtrichtung lag. Die A1 war so voll, wie ich sie zuvor noch nicht erlebt hatte. Von daher war der erste Rastplatz meiner, um aus dem Koffer die Hotelbestätigung mit der richtigen Adresse für das Navi herauszusuchen.

Bis Karlovac war es nicht viel Strecke auf der Autobahn und von dort aus sollten 90km Landstraße bis zu den Plitvicer Seen folgen. Auf der Landstraße hat das Navi etwas genervt. Obwohl ich bei Garmin Lifetime Free Updates habe und direkt vor dem Abflug das Kartenmaterial aktualisiert hatte, passten die dort hinterlegten Geschwindigkeitsbeschränkungen nur selten mit der tatsächlichen Beschilderung zusammen.

Von der Anreise zu den Plitvicer Seen 2016 kannte ich Slunj nur vom Vorbeifahren. Deshalb war bei dieser Reise ein Halt dort fest eingeplant.

Slunj sieht aus wie ein Freilichtmuseum ist aber ein richtiges Dorf. Es ist beeindruckend, wie die Häuser einfach auf die Treppenabsätze zwischen den Wasserläufen/Wasserfällen gebaut wurden. Da es wegen des langen Winters unerwartet kühl in Kroatien war, waren die 19°C in Slunj schon eine Wohltat. Mitten in den Gewässern steht auf Holzpfählen die Terrasse des Restaurants Petro und weil das so idyllisch war, fiel die Wahl für das Abendessen auf diesen schönen Platz.

Nach Slunj folgten noch ca. 30km Landstraße bis zum Hotel Jezero an den Plitvicer Seen.

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