Kroatien 2018 – Tag 3

Eigentlich sah die Tagesplanung den Besuch des Nationalparks Plitvicer Seen vor, denn deshalb hatte ich das Hotel Jezero direkt am mittleren Parkeingang gebucht. Ein Blick am Morgen in die Wetter-Apps auf dem Handy ließ aber nichts Gutes erahnen. Alle Vorhersagen hatten gemein, dass eine Regelwahrscheinlichkeit von 90-100% für den ganzen Tag bestand. Bei der Menge der Niederschläge gab es eine Bandbreite von 31 bis 42 Liter. Egal welcher Wert nun stimmte, selbst die minimale Prognose hätte einen arg ungemütlichen Tag bedeutet. Eine Regenjacke hatte ich zwar dabei, aber keine Regenhose und keinen Fotorucksack mit Raincover. Passendes Schuhwerk für diese Witterungsverhältnisse hatte ich auch nicht.

Also musste ein Plan B für den Tag her. Da zwei Nächte im Hotel Jezero gebucht waren, war der Nationalpark Plitvicer Seen auch eine Option für den nächsten Tag. Dadurch veränderte sich zwar die übrige Tagesplanung, aber es gab zum Glück diese Wahlmöglichkeit.

Also habe ich geschaut, was es sonst noch in der Gegend an interessanten Reisezielen gibt und da fiel mir Zadar an der Küste ins Auge. Laut Routenplaner waren das 1h30 Wegstrecke. Die Stadt kannte ich nur dem Namen nach, aber eine für dort angegebene Regenwahrscheinlichkeit von 50% klang besser als 90-100% vor der Hoteltür.

Narodni trg

Zadar wurde gegen 11 Uhr erreicht und mitunter kam sogar die Sonne heraus. An der Uferpromenade war es extrem windig und dementsprechend frisch. Vom Parkplatz aus, der am südlichen Ende der Marina lag, ging es entlang einer langen Befestigungsmauer – hinter der sich ein Park befindet – in die Altstadt. Mit einem weiteren Park unter dem Stadttor folgten bereits die ersten Highlights.

Die Wahl für das Mittagessen fiel auf das Restaurant Kompass, das direkt an der Hauptstraße der Fußgängerzone lag, da es dort Heizpilze gab und es gemütlich aussah. Das Essen hat sehr gut geschmeckt und während des Mittagessens fing es an zu regnen. Da Für den Nachmittag war Regen und Gewitter angekündigt waren, wollte ich Zadar nach dem Mittagessen wieder verlassen.

Nach dem Essen ging es noch kurz in den südwestlichen Teil der Altstadt. Weil aber dann der Regen immer heftiger wurde, war es Zeit zum Auto zurückzukehren. Trotz Knirps hat der Weg ausgereicht, um Hose und Schuhe komplett nass werden zu lassen. Auf dem Parkplatz klang das Prasseln des Regens auf der Plexiglaseinhausung des Parkscheinautomaten sehr bedrohlich und trotz Dach über dem Kopf wurde man von hinten weiterhin vollgeregnet. Am Ende hätte ich mir die Aktion am Kassenhäuschen auch sparen können, da bei der Ausfahrt die Schranke von alleine aufging.

Auf der Autobahn zurück in die Berge war es kurz hinter Zadar richtig heftig. Wegen des starken Regens war die Sicht stark eingeschränkt und die Schilderbrücken über der Autobahn reduzierten nach und nach die Geschwindigkeit bis am Ende auf Tempo 40. So einen Starkregen habe ich selten bei Autofahrten erlebt. Nach Verlassen der Autobahn lag auf den ersten Kilometern der Landstraße dann sogar Schneegrieß auf der Straße.

Nach diesem Ritt war ich froh, wieder an Hotel angekommen zu sein. Während am Vortag noch drei Reisebusse mit ausschließlich asiatischen Touristen auf dem Parkplatz standen, waren es am Ende des zweiten Tages sieben Reisebusse. Zu den Asiaten gesellte sich u.a. eine Gruppe französischer Schüler auf Klassen- oder Abschlussfahrt. Die Jugendlichen haben in der Hotelbar solch einen Rabatz gemacht, dass es eine Wohltat war als die Rasselbande für fast zwei Stunden die Bar verließ um zu Abend zu essen.

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