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Ausgangsbeschränkungen im Berchtesgadener Land

Ab heute gelten Ausgangsbeschränkungen im Berchtesgadener Land, da die 7-Tage-Inzidenz mit dem Corona-Virus auf über 250 pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen gestiegen ist. Damit ist der Landkreis seit gestern trauriger Spitzenreiter.

Vor Ort hatte ich noch gesagt, dass der Landkreis der „Place to be“ ist, denn vorletzte Woche während wir vor Ort waren lag die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner mehrere Tage bei 3,8. Bei unserer Abreise stieg der Wert moderat an, und das hat etwa der Steigerung entsprochen wie z.B. auch in der Rhein-Main-Region.

Nach der Rückkehr hatte ich letzte Woche schon mit Sorge gesehen, dass der Wert recht schnell die 50 und später auch die 100 geknackt hat. Der Anstieg hatte mich schon etwas verunsichert. Im Vergleich zum Hochtaunuskreis veröffentlicht der Landkreis Berchtesgadener Land mehr Information und mich hat beruhigt, dass die Fälle wohl vor allem mit zwei Schulen in Freilassing zusammenhingen. Dazu wurde zumindest in mind. einer Pressemitteilung aufgeschlüsselt wie viele Infektionen es pro Gemeinde gab.

Ende letzter Woche bzw. am Wochenende hatte ich gelesen, dass es eine längere Liste mit von Infektionen betroffen Schulen und Kitas gab. Jetzt gibt es die Ausgangsbeschränkungen und mir als jemand, der dort Urlaub gemacht hat, fehlt nun leider die Information, ob die Infektionen hauptsächlich in Schulen und Kitas zu finden sind oder ob auch der Tourismus mit Hotellerie und Gastronomie betroffen ist. In der heutigen Pressekonferenz des Landkreises wurde immer nur von einer diffusen Infektionslage gesprochen, aber gleichzeitig gesagt, dass Infektionsketten noch nachvollzogen werden können.

Bis jetzt habe ich keinen Anruf vom Gesundheitsamt bekommen und auch das Hotel hat sich nicht gemeldet. Ich hoffe, die hätten sich gemeldet, wenn z.B. eine Servicekraft infiziert wäre.

Seit dem Urlaub im Berchtesgadener Land sind jetzt zwölf Tage vergangen und ich habe keine Symptome. In der Corona Warn-App kam vor drei Tagen ein Kontakt mit niedrigem Risiko hinzu, den meine Begleitung aber nicht hatte. Dafür kamen vorgestern jeweils zwei Kontakte mit niedrigem Risiko hinzu. Ein Kontakt davon war gestern bei uns beiden wieder _verschwunden_.

Auch wenn es viel Kritik an der Corona Warn-App gibt, ich bin froh dass wir sie haben und sie auch (zwar zu wenig) genutzt wird. Auch wenn ich bestimmt mehr Risikokontakte hatte als die App anzeigt, finde ich, dass der Wert ein guter Indikator ist.

Heute im Ticker gab es eine Meldung, dass der bayrische Ministerpräsident Söder die App als „zahnlosen Tiger“ bezeichnet hat. In einer weiteren Meldung hat Kanzleramtsminister Braun für die App geworben. Hatte nicht der Gesundheitsminister Spahn mal gesagt, dass die App ein Baustein von vielen zur Pandemiebekämpfung ist? Natürlich würde ich mir auch wünschen, dass mehr Leute die App nutzen und mehr Leute Ihre Erkrankung auch via App melden.

Im Moment gehe ich davon aus, dass ich bis Jahresende nur Tagesausflüge machen und ich keine Reise mehr mit Übernachtungen machen werde. Vor einer Reise informiere ich mich über die Lage und würde aktuell nicht in ein Gebiet oder ein Land fahren, das eine hohe Inzidenz hat. Gerade mit der neuen Quarantäneverordnung ab 8.11.2020 würde ich das Risiko nicht eingehen wollen, plötzlich in einem ausländischen Risikogebiet gewesen zu sein.

Rossfeld Panoramastraße

Update 22.10.2020: Es werden jetzt auch alle Wanderparkplätze und die Rossfeld-Panoramastraße gesperrt. Die Maßnahme zielt darauf ab, dass keine Auswärtigen zum Wandern in den Landkreis kommen und Sport/Bewegung an der frischen Luft möglichst nah am Wohnort erfolgen soll.

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